Friday, 30 October 2009

Interview mit Barbetta - sehr interessant!

Das Phantastische als Gefühl - María Cecilia Barbetta im Gespräch

Es war einmal eine schöne Jungfrau, die arbeitete als Schneiderin bei ihrer Tante und war sehr unglücklich, denn ihr Verlobter hatte sie verlassen und war in die weite Welt hinausgegangen. Eines Tages begegnete ihr eine andere Frau, die war ebenso jung und schön wie sie und war sehr glücklich: Denn auch sie hatte einen Verlobten, der aber wollte bei ihr bleiben und sie heiraten - und ihr fehlte nun nichts mehr zum immer währenden Glück außer einem Hochzeitskleid. Und das sollte die unglückliche Schneiderin ihr nähen.

Interview lesen:

http://www.schauinsblau.de/maria-cecilia-barbetta/literarisches/das-phantastische-als-gefuhl-maria-cecilia-barbetta-im-gesprach/

Liebe ist nur ein Ort - Buenos Aires

Die Nacht hat neunzig Minuten, und die Gäste kommen nicht zum Schlafen her – in den Stundenhotels von Buenos Aires verkehren Jugendliche, Ehebrecher und Paare, die zu Hause keinen Platz haben

In Buenos Aires braucht es zwei Silben, um ein Gespräch vom Small Talk unter die Gürtellinie zu treiben. Vier Buchstaben, die Erzählungen auslösen, in denen von sagenhaftem Sex, grenzenloser Leidenschaft, manchmal auch von ein bisschen Liebe die Rede ist. Wenn sie gut ausgehen. Aber nicht alle Geschichten enden glücklich, nicht mal in der schönsten Stadt der südlichen Hemisphäre.

Artikel lesen:

http://www.zeit.de/2009/43/Hotel-BuenosAires?page=all&print=true

ZKM-Ausstellung: Das Karlsruher Zentrums für Kunst- und Medientechnologie zeigt den "anagrammatischen" Menschen

http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2049167

Was ist eine Telenovela?

Der Unterschied zur Soap Opera

Gemeinsam haben Telenovela und Soap Opera das offene Ende jeder Folge, den Cliffhanger. Außerdem werden beide täglich ausgestrahlt und von Werbung unterbrochen.
Die Soap Opera enthält jedoch mehrere gleichberechtigte Handlungsstränge, die auf unbegrenzte Zeit wach gehalten werden. Damit das Publikum darin nicht die Übersicht verliert, werden immer nur drei Handlungsfäden parallel erzählt (Drei-Strang). Die mexikanische Telenovela weicht von dem auf Unendlichkeit angelegten Handlungsentwurf ab und hat das Publikum daran gewöhnt, ein Happy End zu erwarten (nur in Ausnahmen gibt es ein trauriges Ende). Sie hat eine auf wenige Monate begrenzte Erzählzeit und eine Haupthandlung, mit der fast alle Nebenhandlungen verknüpft sind. Dadurch wird der Multiplot möglich, d. h. eine Vielzahl von Handlungssträngen wird gleichzeitig erzählt, ohne das Publikum zu verwirren. Denn die Haupthandlung steht im Vordergrund und die Nebenfiguren sind mit den Protagonisten auf eine wie auch immer geartete Weise verbunden.

Fotsetzung des Artikels:

http://www.tele-novela.de/was.htm

Primo Levi Biographie

Primo Levi, Pseudonym Damiano Malabaila, (1919-1987), italienischer Schriftsteller und Essayist. Bekannt wurde er vor allem durch seine Romane, die seine Erfahrungen in Auschwitz verarbeiten, aber auch durch seine Beiträge zur phantastischen Literatur, die durch eine leise Ironie bestechen und deren Figuren ebenfalls autobiographische Züge tragen.

Mehr über Primo Levi:

http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_721525824/Primo_Levi.html

Primo Levis tiefsinnige Naturgeschichten Von Toni Kienl

Der Erlebnisraffer
Kommen Sie mir nicht mit dem menschlichen Gehirn! Erstens ist es viel zu
kompliziert, zweitens ist keinesfalls erwiesen, daß es sich jemals seihst hegreifen
kann, und schließlich beschäftigen sich schon viel zu viele Leute damit..." Trotz
dieses ironischen Verdammungsurteils ist der Gegenstand und zugleich das
Instrument des Autors diesmal das Ungeheuer des menschlichen Gehirns
(nicht des Verstandes, wohlgemerkt!) — Primo Levi: „Die Verdoppelung einer
schönen Dame und andere Überraschungen", aus dem Italienischen von Heinz
Riedt; Christian "Wegner Verlag, Hamburg; 228 S., 16,80 DM. In der deutschen
Übertragung geht die Anspielung, die Primo Levi seinen Erzählungen bereits im
Titel mitgibt, verloren: „Storie naturali", Naturgeschichten. Er kontrapunktiert damit
die Naturgeschichte des älteren Plinius, jene siebenunddreißigbändige Fundgrube
an enzyklopädischem Wissen und Kuriosa, von der noch das ganze Mittelalter
zehrte. In einem langen Zitat, das Primo Levi seinen Überraschungen voransetzt,
bezieht er sich auch auf Rabelais, der von sich selber sagte, daß er hinwiederum
„noch lange kein so dreister Lügner" sei wie jener Plinius . . .

Artikel lesen:

http://pdf.zeit.de/1968/49/Der-Erlebnisraffer.pdf

Schmetterlinge und Vögel als Seelen-Überträger bei lebenden und verstorbenen Menschen

... Während des späteren Mittelalters übernahm das Christentum die Schmetterlings- Metamorphose als Sinnbild der Auferstehung. Die damals erstaunlich scheinende Verwandlung der gefräßigen Schmetterlingsraupen in fast bewegungslose Puppen (jedoch mit drastischem inneren Umbau) und schließlich in nektarsaugende, paarungsbereite Falter dürfte entscheidend bei der Überlegung zu dieser Vorstellung gewesen sein. Die Entwicklungsstufen von der Raupe über die Puppe zum schlupfbereiten Insekt wurden mit dem Leben, den Tod und der Auferstehung des Menschen assoziiert. Am Ende der Metamorphose durchbricht der formvollendete Falter die Puppenhülle und wird so zum Symbol der Seele, die nach dem Tod den leblosen Körper verläßt (LEVINSON & LEVINSON,2005). Einer der frühesten Belege für dieses Paradigma findet sich im zehnten Gesang des Purgatorio der„Göttlichen Komödie“ von DANTE ALIGHIERI (1265 –1321), wo ein christlicher Mensch mit einem wurmähnlichen Geschöpf verglichen wurde (Si come verme incui falla), das einzig dazu geboren wurde, um sich in einen engelhaften Schmetterling zu verwandeln (Nati a formar l’angelica farfalla). Dieses Konzept kam sogar noch häufig in der Grabsymbolik des 18. und 19. Jahrhunderts zum Ausdruck. ...

Artikel lesen:

http://www.hermann-levinson.de/2006_Kapitel3.html